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Bei manchen Dingen
weiß man bereits im Vorfeld, was einen genau erwartet. So
dürfte allgemein bekannt sein, dass der Verzehr einer Bratwurst
mit Brötchen eine Kalorienzufuhr von 573 kcal (2400 kJ) bedeutet.
Das reicht aus, um 20% des täglichen Energiebedarfs eines erwachsenen
Mannes zu decken und kann beispielsweise durch eine Stunde intensives
Joggen wieder „verarbeitet“ werden.
So weit, so gut. Aber es gibt eben auch Dinge, die sind alles andere
als klar! So fragte ich mich oft, wie oft ich bei einem JBO Konzert
meinen Kopf hin- und herwerfen müsste, damit ich die Kalorien
von 3 Bieren, 2 Bratwürsten und dem einen Stück Kuchen
abbauen könnte. Und was wäre, wenn die Band schon vor
Beendigung dieses Experiments zu spielen aufhörte?
Fragen über Fragen, auf die ich bei meinem ersten JBO Konzert
am 31.5.08 eine Antwort erhielt.
Nach der fast apokalyptischen Fahrt durch heftige Regengüsse
kam ich dennoch trockenen Fußes gegen 19 Uhr im malerischen
Otterstadt (bei Speyer) an. Zu Fuß bezwang ich die letzten
300 Meter zur Sommerfesthalle, in der gerade die Vorband Sissi´s
Top in perfekter Art und Weise die Lieder ihrer Vorbilder coverte.
Doch nicht nur die Songs, sondern auch das Auftreten sowie das Aussehen
wurde bis auf das letzte Detail perfekt imitiert.
Die über einstündige Show hat sich auf jeden Fall gelohnt
und wurde von den ca. 400 Menschen in der Halle mit massig Applaus
belohnt.
Danach hatte ich genügend Zeit, mich auf dem Außengelände
der Halle mit Kuchen, Wurst und Bier am Stand des Karnevalvereins
Otterstadt zu versorgen, damit mein Experiment beginnen konnte.
Während ich mich gerade mit den Leckereien verköstigte,
stieg ein Mitfünfziger auf die Bühne und richtete dem
begeisterungsfähigen Publikum die herzlichen Grüße
des Bürgermeisters aus.
Nach diesem kurzen Intermezzo bestiegen gegen 21 Uhr die „Helden
in Rosa“ die Bühne und legten mit dem Hit „Mei
Alde ist im Playboy drin“ mächtig los. Die mittlerweile
1500 Fans hüpften, klatschten und pogten in der gut ausgefüllten
Halle. Einige von ihnen leider so heftig, dass es nicht nur einmal
zur „Beinahe-Schlägerei“ gekommen wäre. JBO
locken mit ihrer Musik eben auch die radikalen Kirmesgänger,
besser bekannt als Dorfdeppen, an. Aber 90% des Publikums waren
wirklich schwer in Ordnung und feierte eine friedliche Party mit
den Franken, die wieder einmal ihrem Ruf als blödsinnigste
Band der Welt alles Ehre machten.
Die Songsliste war zu meiner Freude sehr abwechslungsreich, wenngleich
der Schwerpunkt verständlicherweise auf dem neuen Album „Head
Bang Boing“ lag. Auch auf diesem Tonträger macht die
Band das, was sie am besten kann, nämlich Lieder mit anderen
Texten und mit dem hauseigenen Metalsound neu zu interpretieren.
Nach 120 Minuten war dann Schluss und die Kalorien meines Pausensnacks
schienen fast vollständig abgebaut zu sein.
Ich könnte an dieser Stelle noch einige Geschichte erzählen,
wie die meines Toilettenbesuchs an diesem Abend, als ich leider
zu spät das Fehlen der Klinke bemerkte…
Aber selbst das konnte mir diesen spektakulären Abend nicht
vermiesen, sondern machte ihn nur noch unvergesslicher.
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