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LACRIMOSA
Mit brennender Sehnsucht in einer besonders gefühlvollen Klangwelt.
Es ist das zehnte Studioalbum und knüpft an eine gelungene Konzert-DVD der „Lichtjahre“-Tour an. Knappe eineinhalb Jahre liefen die Arbeiten an dem neuen Album „Sehnsucht“, der schweizer Band, welche nun schon stolze neunzehn Jahre Bandgeschichte schreiben durfte.
Der Titel des Albums ist tiefgehend und bei genauerem Beschäftigen mit dieser Band kann man feststellen, dass das Wort „Sehnsucht“ in so manchem Songtext schon des Öfteren vorkam. Doch könnte man es hier als Überschrift oder Schlagwort des Gesamtpakets ansehen. Denn jedes der zehn Werke auf dieser CD spiegelt das Gefühl der Sehnsucht auf eine andere Art und Weise wieder.
Sehr abwechslungsreich werden hier mal wieder viele Fassetten der Band gezeigt.
Man könnte wohl kaum sagen, sie zeigten alle ihre musikalischen Seiten, die sie besitzen, da es bei dieser Konstellation wohl kaum an Vielseitigkeit und Kreativität fehlt. So ist es gar unmöglich zu behaupten, man hätte alle ihre musikalischen Seiten entdeckt. Nichts desto trotz kann man bei diesem Werk wieder die Wandlungsfähigkeit LACRIMOSAs auf zehn Stücken verteilt bewundern und beobachten auf wie viele verschiedene Arten man ein einziges Wort ausdrücken kann. Das starke Wort „Sehnsucht“.
„Die Sehnsucht in mir“ leitet das Album ruhig ein und schnell kann man es auch jetzt schon mit dem Albumtitel identifizieren. Doch die gerade eingeleitete Ruhe wird schon beim zweiten Song „Mandira Nabula“ mit starken Gitarrenriffs und einem laut einsetzenden Schlagzeug verdrängt und man kann spüren, wie grausam das Wort „Sehnsucht“ wiedergespiegelt werden kann.
Das Spiel mit Gegensätzen kann man besonders bei dem Lied „Feuer“ betrachten. Während den härteren Gitarren und dem ehrlichen, aber doch ebenfalls hartem Gesang setzt immer wieder ein Kinderchor ein, der die gesamte Atmosphäre, die hier aufgebaut wird wieder etwas unschuldiger und zerbrechlicher aussehen lässt. Und genau diese Zerbrechlichkeit wird noch eine Weile gehalten. Denn mit der kraftvollen Stimme der, Anne Nurmis werden immer wieder teils sehr zarte und zerbrechliche, teils aber auch dominante, temperamentvolle Akzente gesetzt.
So alles in allem kann man sagen, dass sich das warten auf das zehnte Studioalbum bestens gelohnt hat und man voller Zufriedenheit dieses am 08.05.09 in den Plattenläden in den Händen halten kann. LACRIMOSA stellen mal wieder unter Beweis, wie abwechslungsreich sie sind und wie gut sie ein einziges Wort in zehn verschiedenen Formen ausdrücken bzw. in zehn verschiedenen Werken musikalisch darstellen können. Das einzige Wort, Sehnsucht. |