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Rezension zu Stratovarius - Stratovarius |
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Das vom "Popkiller"-Arbeitstitel in einfach "Stratovarius" umgetaufte Machwerk brilliert vor allem durch eines: Fehlende Brillanz. Das schlichte Cover design macht eigentlich Hoffnung auf mehr; anstatt irgendwelcher konzeptioneller oder thematischer Vermurksungen möchte man einfach ein paar gute Songs hören... aber die sind auf "Stratovarius" leider absolute Mangelware.
Schon nach den beiden im Vergleich (zu den älteren Werken extrem abgefallenen) Vorgänger-Alben "Elements 1" und "Elements 2", die trotz erheblicher Songwriting-Defizite immer noch den einen oder anderen Kracher aufwarten konnten, meinte man, dass es mit Stratovarius, einst einer DER Melodic-Power-Metal Institutionen schlechthin, bergab ginge; und leider wird dieser Eindruck durch die neueste Langrille nur noch untermauert.
Spielfreude, interessantes und abwechslungsreiches Riffing sowie eingängige Melodien und Hooklines sucht man hier vergeblich; nicht nur, dass alle Songs extrem nach "schon-mal-dagwesen" klingen, sondern sogar nach "schon-mal-viel-viel-besser-dagewesen". Lieblos rattert Tolkki seine Achtel- und Sechzehntel-Riffs ohne viele technische Spielereien runter, die Gesangslines des Herrn Kotipelto (der ja sowieso ein maßlos überbewerter Sänger ist) sind auch eher auf ein absolutes Gefälligkeits-Minimum beschränkt anstatt wie zu früheren Zeiten noch echte Ohrwurm-Qualitäten zu haben. Der sonst technisch und spielerisch brillante Jens Johansson bleibt an den Keyboards diesmal mehr als farblos; anscheinend wurden ihm hier von Herrn Tolkki kaum Freiheiten gelassen.
Soundtechnisch geht die Produktion zwar in Ordnung, auch die Gitarren wissen (etwas härter denn auf den Elements-Scheibchen) durchaus zu gefallen... aber nur ein halbwegs annehmbarer Sound reicht halt noch LANGE nicht für ein gutes Album.
Wirkliche Kracher konnte ich beim mehrmaligen Durchhören bisher noch keine ausmachen, die Tracks die mir etwas besser gefallen haben wären der sehr Judas-Priestige "Maniac Dance" - ein ganz gelungener Opener, sowie "Just Carry On", der einzige Refrain der halbwegs hängen bleibt, und die typische Abschluss-Hymne "United", die zwar auch absolut lieb- und einfallslos zelebriert wird, dafür aber wahrscheinlich live schon einen gewissen Mitgrölfaktor haben wird.
Tja, liebe Leute von Stratovarius, aus dem "Popkiller" ist wohl eher ein "Funkiller" geworden - bis dato ist dieses Teil hier sicher das entbehrlichste im Stratovarius - Backkatalog! Sehr schade, aber für das so dramatisch und groß angekündigte Comeback ist das Songmaterial einfach viel zu schwach und meilenweit davon entfernt, es der Band möglich zu machen, sich solche PR wie in den vergangenen Monaten leisten zu können.
Wie es aussieht, ist der Stern von Stratovarius wirklich im Sinken begriffen... wenn die Jungs beim nächsten Record nicht zu einem gewaltigen Rundumschlag ausholen und sämtliche Kritiker ob ihrer puren Genialität zum Schweigen bringen können, dann dürften wir hiermit sicher eines der letzten Stratovarius-Alben vorliegen haben. Sehr schade um eine Band die doch einen gewissen Vorreiter-Status in diesem Genre innehatte; aber den Thron haben sie schon lange an andere Bands abgeben müssen.
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Bewertung:  |
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Titel: Stratovarius
Genre: Metal
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Label:
Keine Angabe |
Verlag:
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VÖ: 05.09.2005 |
Rezensionsdatum: 19.11.2005 |
Tracks
1. Maniac dance
2. Fight!!!
3. Just carry on
4. Back to madness
5. Gypsy in me
6. Götterdämmerung (Zenith of power)
7. The land of ice and snow
8. Leave the tribe
9. United
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Linkback:
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| Rezensent:
Jörg Maire |
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