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Wie bei allen Dingen im Leben, so kann man auch die Experimentierfreude von zwei Seiten aus betrachten! Auf der einen Seite sollte man mit ihr gerade im Umgang mit Drogen sehr vorsichtig umgehen, während man beispielsweise im künstlerischen Bereich gar nicht genug experimentierfreudig sein kann. Oder im musikalischen Bereich, obwohl der ja eigentlich auch zur Kunst gehört, wie ich beim Anhören der neuen Substyle CD „Walk the Dino“ wieder einmal eindrucksvoll erfuhr. „Walk the Dino“? Ein zugegebenermaßen un- und außergewöhnlicher Titel, der jedoch zum Sound der zwölf Songs wie der Kater zum Aschermittwoch passt. Dieser (Sound) vereint sehr viele Musikgenres, wie z.B. Hardrock, Pop, Rock usw. in sich, was letzten Endes dazu führt, dass sich kein Lied wie das nächste anhört, sondern seinen eigenen Stil hat. Trotz dieser Experimentierfreude hört sich keiner der dargebotenen Stile unpassend oder gekünstelt an, sondern prägen auf eine ziemliche unkonventionelle Art und Weise den atypischen Sound der Kölner mit. So ist es möglich, dass die Songs einen sehr großen Wiedererkennungwert haben und „Walk the Dino“ zu einem der kurzweiligsten Tonträger des aktuellen Jahres machen. Das berühmte Sahnehäubchen wird bei Substyle durch die unglaubliche variable Stimme des Sängers sowie durch den mäßigen, aber regelmäßigen Einsatz eines Akkordeons erreicht. Mein Tipp: Einfach bei der nächsten Party die CD einlegen und alle Regler nach rechts schieben. Spätestens beim letzten Lied „1000 Jahre sind ein Tag“ (Orig. Udo Jürgens) wird das Stimmunsthermometer ungeahnte Höhen erreichen. |