Yakuzi: Thin Red Line
Von Sven Dehoust

Cover der CD "Thin Red Line"; der Band "Yakuzi"

Bewertung:

Band: Yakuzi
Titel: Thin Red Line
Genre: Punk

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Label: Rookie Records
Verlag: Cargo Records
VÖ: 28.03.2008


Es war im sogenannten Jahrtausendsommer 2003, als ich mich mit zwei Mitgliedern von Yakuzi im Weinheimer Café Central unterhielt und feststellte, dass diese beiden jungen Männer nicht nur sympathisch waren, sondern auch durchaus vernünftige Ansichten vertraten. Die Musik war bei diesem Gespräch nur am Rande ein Thema und nachdem die Band damals nicht weiter bekannt war, legte ich den Bandnamen Yakuzi in eine meiner Gehirnschubladen, in der Annahme, diese für längere Zeit nicht mehr öffnen zu müssen. Dies wurde mir und meinen grauen Zellen glücklicherweise erspart, denn durch den Plattendeal mit dem Indie-Label Rookie Records haben die Pforzheimer bereits 2006 mit ihrem Album One to all in vielen alternativen Fanzines wieder lautstark auf sich aufmerksam gemacht. So, gut zwei Jahre später sitze ich nun hier in meinem nicht mehr von der Steuererklärung absetzbaren Arbeitszimmer und lausche den Klängen der neuen Yakuzi CD Thin Red Line, welche für den Hörer einen kräftigen Schuss Punkrocksound mit Trompeteeinsätzen bereithält. In der Promo-Info wird berichtet, dass jener Sound von Kritikern auch als Trompetenpunk tituliert wird. Ok, dann nenne auch ich ihn so. Bei der Mehrzahl der Lieder spürt man wirklich sofort, dass die Bandmitglieder wohl allesamt Fans von NoFX, Snuff und Mad Caddies sind, doch höre ich bei dem einen oder anderen Gitarrenriff auch Ähnlichkeiten mit den neuen Songs der Dropkick Murphys heraus. Doch nicht nur im großen Punkrocktümpel fischen die Jungs erfolgreich, sondern werfen ihre Ruten auch in Punkrock-untypische „Gewässer“ wie Country, Ska oder Swing aus. Und selbst diese Experimente gelingen der noch jugendlichen Band scheinbar spielend leicht. Im musikalischen Sinn sind die 14 Lieder des Albums Thin Red Line auf jeden Fall Volltreffer, die für ausverkaufte Clubkonzerte und tanzende Massen sorgen werden. Bei einigen Texten hingegen habe ich die Kritik anzumerken, dass bestimmte Refrains, wie bei Caramba Joder, zu oft wiederholt werden. Das nimmt mir persönlich leider viel Spaß an diesen Songs. Alles in allem ist die CD aber dennoch ´ne Bombe!

Tracks

1. 7 minutes
2. Legions
3. How dare you
4. In the TV
5. Karamba joder
6. Last round
7. Lie to reach you
8. Marching on
9. TV rabbit on cocaine
10. You gonna sing
11. Bad tempered cop
12. Grannie`s friends
13. Last shot
14. It`s all written




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