Bacio di Tosca: und wenn das Herz auch bricht!
Von Jens Munk

Cover der CD "und wenn das Herz auch bricht!"; der Band "Bacio di Tosca"

Bewertung:

Band: Bacio di Tosca
Titel: und wenn das Herz auch bricht!
Genre: Sonstiges

Bacio di Tosca - und wenn das Herz auch bricht! Bei Amazon kaufen Bacio di Tosca - und wenn das Herz auch bricht! Bei Amazon kaufen
Bacio di Tosca - und wenn das Herz auch bricht! Bei Musicload kaufen Bacio di Tosca - und wenn das Herz auch bricht! Bei Musicload kaufen

Label: Caput Medusae Records
Verlag: neo distribution
VÖ: 14.11.2008


„Bacio di Tosca“ und ihr zweites Release „…und wenn das Herz auch bricht!“ ist etwas für die Freunde opernhaft-klassischer Stimme. Die Mezzosopranistin Dörthe Fleming stellt hier nach ihrem Debutalbum „Der Tod und das Mädchen“ ihre zweite CD-Produktion vor. Als Gastmusiker dabei, Jörg Knieschewski, Ralf „doc“ Heyne, Gitarre und Sascha Blach, Gesang.

Hauptsächlich eigene Kompositionen der Künstlerin, mit der Ausnahme einer Anleihe bei Schumann, verbinden sich mit Texten von Dichtern der deutschen Romantik und anderen, Mörike, Storm, von Eichendorff, Heine, Lenau, Tennyson. Auch Bibel und Aleister Crowley sind mit je einem Stück vertreten und passen durch die feinfühlige Auswahl des jeweiligen Textes hervorragend in diese Zusammenstellung. Unterlegt wurde das ganze mit orchestral-sphärischen Klangen und Beats, auch kammermusikalischen Passagen, die sich hier auf harmonische Weise mit der klassischen Stimme und den literarischen Texten zu einer Einheit fügen.

„Die Liebe“ ist das thematische Zentrum um das herum sich die CD inhaltlich entwickelt. Der Klang von Orchesterinstrumenten, vor allem die Streicherpassagen, aber auch Klavierparts unterstützen hier auf gekonnte Weise, die zu schaffende Atmosphäre träumerisch sehnsuchtsvoller Stimmung, die sich unter die Texte der Dichter legt und hier ein fast symbiotisches Gefühl erzeugt.

Dann wieder überraschen einen Stücke wie „Oh wärst Du mein!“ die fast experimentellen Charakter haben und so die „romantische“ Intention auf geschickte Weise durchbrechen und den Bezug zur Moderne herstellen. Bisweilen vermeint man Meeresrauschen zu hören, wie in „Die Nonne und der Ritter“. So ist Dörthe Flemming eine fast meditative CD gelungen die Zuhören erfordert, poetisch und sensibel mit melancholischen Passagen, geeignet für lange Winterabende in der eigenen „Höhle“.

„Der Kuss der Tosca“ stellt sich allerdings für den Zuhörer hier als nicht so gefährlich heraus wie für Scarpia; im Gegenteil gehaltvolle Stücke für Liebhaber deutscher Texte die sich von verschieden Facetten menschlichen Fühlens und Lebendigseins in musikalischer Form berühren lassen wollen.


Tracks

01. Ich grolle nicht 3:03
02. Schweigend 3:40
03. Lehn’ Deine Wang’ 1:51
04. Vierzeilen 3:21
05. O wärst Du mein! 9:01
06. Tu was Du willst 4:24
07. Die Zeit ist hin 2:51
08. Waldesgespräch 4:02
09. Lebe wohl 2:32
10. Liebe und Tod 2:48
11. Die Nonne und der Ritter 6:37
12. Unüberwindlich wie der Tod 2:19

Weitere Rezensionen des Künstlers

Cover der CD "Hälfte des Lebens"; der Band "Bacio di Tosca"

Bacio di Tosca - Hälfte des Lebens

Bereits ein Jahr nach dem viel beachteten Debütalbum „Der Tod und das Mädchen“ stellt Dörthe Flemming nun ihren zweiten Longplayer „... und wenn das Herz auch bricht !“ ihres Soloprojektes „Bacio di... [mehr]



Das könnte Dich auch interessieren...

Cover der CD "Demokratischer Sektor"; der Band "Patenbrigade: Wolff"

Patenbrigade: Wolff - Demokratischer Sektor

Bereits seit einigen Jahren mischen "Brigadier" Sven Wolff und "Brigadeleiter" Lance Murdock als "Patenbrigade: Wolff" die elektronisch angehauchte Szene auf. Auch 2008 will man die Maschinen nicht ruhen lassen und... [mehr]
Cover der CD "tango bitter sweet"; der Band "Quadro nuevo"

Quadro nuevo - tango bitter sweet

„tango bitter sweet“ heißt die CD von „Quadro Nuevo“ und der Name ist Programm.  Das Quartett bestehend aus Mulo Francel, Robert Wolf, D.D. Lowka und Andreas Hinterseher nimmt uns mit auf eine... [mehr]

Cover der CD "Veckatimest"; der Band "Grizzly Bear"

Grizzly Bear - Veckatimest

Grizzly Bear veröffentlichten 2006 das Album Yellow House. Seitdem ging es langsam, beständig und auf atemberaubende Weise voran, und in Anbetracht des jenseitigen Charmes und der Überzeugungskraft des Albums ist es kaum zu... [mehr]

: 17.10.2008
Feedback