Colin Moore: Leaving Home
Von Jürgen Hartke

Cover der CD "Leaving Home"; der Band "Colin Moore"

Bewertung:

Band: Colin Moore
Titel: Leaving Home
Genre: Folk

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Label: Redange Records/Indica Records
Verlag: edel
VÖ: 25.06.2010


Colin Moore könnte ein weiterer Meilenstein in der Musikgeschichte Kanadas werden. Mit musikalischen Wurzeln im Punk orientierte er sich, beinflußt durch Größen wie Bruce Springsteen, Tom Petty, Bob Dylan und Mike Ness , in Richtung Singer/Songwriter und Folk-Rock.

Noch kommt er allerdings nicht an die ganz Großen heran, aber er hat das Zeug dazu: eine interessante Stimme und eigene Songs, die Geschichten erzählen.

Leider kommt gerade beim Gesang manchmal die Punk-Vergangenheit zu stark durch: es wird mehr geschrien als gesungen. Auch fehlt den meisten Songs noch das gewisse Etwas, dass sie aus der Masse hervorhebt. Trotz dieser Einschränkungen ist es eine gute CD, die Appetit auf mehr macht. Meine Favoriten sind „20 Years“ - eine schöne Ballade über Liebe und Eifersucht, die mich im Stil ein bißchen an „Hangin' Tree“ von der Ruud Hermans Band aus den 80ern erinnert - und „Red Headed Girls“, dass leicht irisch angehaucht auf die Punkwurzeln des Sängers hindeutet. Auch der Text ist interessant – er kann einfach nicht bei Rothaarigen landen – sie ignorieren ihn einfach.

Die CD dürfte Fans der vorgenannten Künstler gefallen, aber auch Freunde von Steve Earle sollten mal reinhören.


Tracks

01. Broken English
02. Friends Of Mine
03. Disease
04. 3 Fat Pills
05. Off The Rails
06. Paint Me A Picture
07. 20 Years
08. Writers Block
09. Dusty Cadillac
10. Precious Time
11. River
12. Leaving Home
13. Spirits
14. Red Headed Girls

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: 01.09.2010
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