ELFENTHAL – Maite Itoiz & John Kelly: An Ancient Story
Von Presse

Cover der CD "An Ancient Story"; der Band "ELFENTHAL – Maite Itoiz & John Kelly"

Bewertung:

Band: ELFENTHAL – Maite Itoiz & John Kelly
Titel: An Ancient Story
Genre: Klassik

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Label: Screaming Banshee
Verlag: ALIVE
VÖ: 19.11.2010


„An Ancient Story“ - so heißt die neue Produktion von ELFENTHAL. Das Projekt ELFENTHAL begann seine Karriere 2006 unter dem Namen seiner beiden Gründer, Maite Itoiz und John Kelly, und landete mit seinem sehr aufwändig produzierten Debutalbum „Tales from the Secret Forest“ auf Anhieb in den deutschen Charts.

Der Ursprung der beiden Gründer ist die Besonderheit von ELFENTHAL: Maite ist eine renommierte Opernsängerin, Gitarristin, Komponistin und Produzentin. Sie hat bereits zwei Karrieren als Sängerin und Gitarristin hinter sich und hat mit einigen der besten Opernsänger der Welt gesungen. John hat eine musikalische Karriere von über 30 Jahren mit seiner ehemaligen Band und Familie hinter sich, in deren Verlauf er mehr als 20 Millionen Alben verkaufte und jahrelang Stadientourneen absolvierte. Eines seiner Alben hat den absoluten Verkaufsrekord der deutschen Geschichte erreicht.

ELFENTHAL ist einerseits eine neoklassische Symphonic Rock-Formation mit vielen verschiedenen Einflüssen, bei der die Alte Musik schon immer ein sehr prominentes Element des Repertoires war und ist. Andererseits finden wir am anderen Ende des ELFENTHALs eine auf Alte Musik spezialisierte Formation, die ein historisches Repertoire vergangener Jahrhunderte spielt.

Als Multi-Instrumentalistin hat Maite Itoiz alle Instrumente des Albums (z.B. Laute, Barockgitarre, diverse Blockflöten, Drehleier, Percussion, etc.) selber eingespielt.

Die Stärke und Sicherheit in den Chorgesängen von „Cuncti simus concanentes“ sind ein starker Kontrast zu dem puristischen Renaissance-Chor in „O magnum mysterium“. Man könnte fast sagen, dass diese Abschnitte von zwei verschiedenen Ensembles eingesungen wurden, aber das stimmt nicht – es ist eine der Eigenheiten von ELFENTHAL. Als Gegensatz können wir uns die sehr reine, luftige und mystische Interpretation des weiblichen gregorianischen Gesangs in „Caritas habundat in omnia“ anhören, in welcher versucht wird, sich den Kompositionen von Hildegard von Bingen von der mystischen Seite her zu nähern oder auch das erste Organum Triplum, das in Form einer Handschrift gefunden wurde, das aus dem Codex Calixtinus stammende „Congaudeant Catholici“.

Mit viel Schwung und Kraft wird das „carpe diem“-Trinklied „Hoy comamos y bebamos“ von Juan del Enzina interpretiert. Den anzüglichen Text von „Si habrá en este Baldrés“ hören wir mit der gleichen Kraft. Die bizarre Geschichte eines Pilgers, der sich sein „bestes Stück“ abschnitt, getäuscht durch den Teufel auf dem Weg nach Santiago, wird in der Cantiga „Non e gran cousa“ mit einem archaischen Touch und dissonanten neuen Harmonien erzählt.

„A que por muy gran fremosura“ ist die zweite Cantiga des Albums. Sie gilt als eine der schönstem aus dem Buch von Alfonso X. und wird in einem herrlich eleganten Arrangement mit einem sanften männlichen Solo präsentiert.

Eine schöne CD für besinnliche Stunden.


Tracks

01. Caritas abundat in omnia
02. Cuncti simus concanentes
03. Si dolce e l tormento
04. Non e gran cousa
05. Mas vale trocar
06. Canarios
07. Nino dios de amor herido
08. A que por muy gran fremosura
09. O magnum mysterium
10. Dindirindin
11. Inperayritz de la ciutat joyosa
12. Elfenthal
13. Si abrá en este baldrés
14. Congaudeant catholici
15. Hoy comamos y bebamos
16. Wolfskind

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