Gecko Turner: Gone Down South
Von Jürgen Hartke

Cover der CD "Gone Down South"; der Band "Gecko Turner"

Bewertung:

Band: Gecko Turner
Titel: Gone Down South
Genre: Soul & Funk

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Label: Lovemonk
Verlag: Nova Media
VÖ: 17.09.2010


„Gone Down South“ ist die neueste Veröffentlichung des Spaniers Gecko Turner. Lt. Begleittext mischt er Afrobeat, Blues, Funk, Samba, Rock, Reggae, Bossa und Jazz zu einer speziellen Musik, zu „spanischem Soul“. Normalerweise wäre hier bei mir Schluss gewesen. Soul und Funk sind nicht unbedingt mein Ding. Zum Glück habe ich den Text dann doch noch weiter gelesen – und er machte mich dann doch neugierig auf die CD. Da war die Rede von „Leichtigkeit“, von Musik, die „selbst die dunkelsten Tage noch mit Licht fluten“ könne.

Also habe ich mir die CD angehört. Die ersten Titel waren nicht schlecht gemacht. Aber wie erwartet, liegen sie einfach nicht auf meiner Wellenlänge. „Cunate Suerte“ wäre sogar gut, wenn er sich nicht anhören würde, als ob ständig jemand bremst. Ansätze zu einem swingenden, fröhlichen Titel sind vorhanden, aber leider nicht die versprochene Leichtigkeit. Der Titel „Tea Time“ ist sogar extrem schwach. Der Rap-Gesang harmoniert nicht mit der funkigen Musik, er wirkt wie ein Fremdkörper – als ob er nicht zum Lied gehört. Den Versuch, hier Rap und Funk zu vermischen, kann ich nur als misslungen bezeichnen.

Aber es kamen dann doch noch einige Titel, die die geweckten Erwartungen mehr als erfüllten. Richtig gut ist „You Can't Own Me“, dessen Melodie und Rhythmus mir sofort das Bild in den Kopf zauberte: von einem entspannten Fest unter Palmen mit Meeresrauschen im Hintergrund – so eine Mischung aus der Bacardi-Werbung und der Schluss-Szene aus dem Heike Makatsch Film „Almost Heaven“.

In eine ganze andere Landschaft versetzt der Titel „Mbira Bira“, das an die afrikanische Steppe erinnert. Die ersten Zeilen des Liedes werden von einer Sängerin mit einer super Stimme gesungen. Leider muss sie unbekannt bleiben, da die beteiligten Musiker auf dem mir vorliegenden Cover nicht genannt werden. Ein Manko!

Auch der nächste Titel hat mir gut gefallen, nur wie lautet er: „Let's Say Tonight“, wie es auf der CD und der Titelliste steht, oder doch „Let's Stay Tonight“, wie der Titel im Begleittext genannt wird. Solche Schreibfehler dürfen nicht passieren, wenn man nicht den Eindruck eines lieblos produzierten Produktes hinterlassen will. Das Titel selber ist prima. Wenn man sich vorstellt, dass die Motown-Studios nicht in Chicago stehen, sondern auf Jamaika, dann hat man ungefähr eine Vorstellung davon, wie das Lied klingt. Hier ist sie, die angekündigte Leichtigkeit!

Insgesamt eine CD mit Höhen und Tiefen, auf der ich trotz meiner Abneigung zu Soul und Funk einige Juwelen gefunden habe. Reinhören lohnt sich!


Tracks

Truly
Cunata Suerte
So Sweet
Tea Time
Ámame, Mímame
You Can't Own Me
Mbira Bira
Holly Hollywood
Let's Say Tonight
The Love Monk
When I Woke Up
Gone Down South

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