Meri Voskanian: Vom Ende zum Anfang
Von Olaf Meinecke

Cover der CD "Vom Ende zum Anfang"; der Band "Meri Voskanian"

Bewertung:

Band: Meri Voskanian
Titel: Vom Ende zum Anfang
Genre: Soul & Funk

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Label: Deutsche Ton
Verlag: CMS
VÖ: 16.11.2007


Seinen Freischwimmer nach DSDS zu gestalten ist nicht so einfach wie man will. Meri war seinerzeit eine der Endkandidaten und Souverän mit Soul beladen heimgekehrt. Auf der Suche nach ihrer neuen Identität setzen Produzenten und Künstlerin auf ein souliges deutsches Image. Einfache Geschichten um die Zweisamkeit werden erzählt, dabei stilistisch durchaus schwer in die JoJo-Beyoncé-Kiste gegriffen. Die Sounds lassen sich hören, die Beats sind wirklich cool und hip und die Stimme sounds good as well. Aber nach einer Weile fängt die Scheibe an überladen zu wirken. Zu viele Töne in der Schleife und zu viele Titel in der Tüte. Alles gut und schön, aber irgendwann echt anstrengend. Die Single "Wenn Du aus dem Fenster siehst" bleibt auch die einzige Single. "Keiner sieht es, keiner merkt es" ist OHO. "Wie viel Tränen" zeigt uns dann auch das kleine verletzliche Wesen à la Rihanna aleine am Klavier, säuftz.

Get some american Black Music, put it in the pit and... tja, ob sich das alles so universell auf das deutsche Ländle überbügeln lässt, wird sich zeigen. Diesbezügliche Versuche vom Gangsterrap, dem Cuba Libre bis hin zum Swing gibt es dieser Tage ja reichlich. Interessant allemal, auch wirklich toll produziert, aber es fehlt hier einfach etwas an Schlichtheit. Sie will es immer noch beweisen! Meri Voskanian zeigt sich als Powerpaket und geht mit heißen Reifen an den Start, wohl wahr, aber zum Sieg braucht es mehr als eine aufgebohrte Maschine. Zu gönnen ist es ihr ja, aber was hier fehlt, ist noch der Songwriter der diese Ballerina zum Straight Shooter macht. Wenn man nun Parallelen zu Ivonne Catterfeld beispielsweise zieht, muss man nicht zwingend wieder an Dieter Bohlen erinnern wollen. Oftmals ist es sogar das Boxenteam, welches das Rennen gewinnt, denn fahren können sie mittlerweile alle. Das amerikanische saying: > it´s the singer, not the song < ist eben auch nur ein Spruch ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Gemeint ist etwas anderes: ein Hit ist ein Hit und manchmal ist weniger mehr.

Tracks

1. Immer und immer wieder
2. Man kann nicht trenn, was zusammen gehört
3. Immer wieder such ich Dich
4. Keiner sieht es, keiner merkt es
5. Wenn Du aus dem Fenster siehst
6. Ich weiß, Du weißt nicht, was Du willst
7. Was Dir fehlt ist ein Herz
8. Er ging von mir
9. Wie viel Tränen (muss man wein )
10. Wo sind sie hin
11. Ich krieg das auch alleine hin
12. Leb Dein Leben auf Deine Art
13. Frei
14. Nach vorne sehen
15. Ich würd gern gehn

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