Stewy von Wattenwyl: Wabash
Von Jens Munk

Cover der CD "Wabash"; der Band "Stewy von Wattenwyl"

Bewertung:

Band: Stewy von Wattenwyl
Titel: Wabash
Genre: Jazz & Blues

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Label: Bemsha Music
Verlag: Avi-Service for music/ JaKla
VÖ: 01.01.2009


"Wabash" die neue Scheibe von "Stewy von Wattenwyl" swingt und gibt uns den Blues und Jazz in einer außergewöhnlichen Kombination von Instrumenten.

Stewy an der Hammond-B3-Orgel, um den herum sich die Combo gruppiert hat, versteht sein Metier und entlockt seinem Instrument eine Bandbreite die erfreulich frisch daherkommt.
Die drei weiteren Jungs, Pius Baschnagel, drums; Daniel woodtli, trumpet/flugelhorn und Alex Hendriksen, saxophones steigen gekommt ein und es ist ein harmonisches Ganzes entstanden.

Von klassisch anmutend bis zu freier Improvisation ist hier alles drin was eine Jazzplatte interessant und hörenswert macht.
Besonders die Hammondorgel verbreitet ein besonderes klangliches Flair, welches ein bißchen an vergangene Zeiten erinnert, die Arrangements allerdings sind alles andere als "oldschool"  und lassen einen mitswingen und grooven. Musik die selbst als Hintergrundmusik nie störend wirkt und einen angenehmen Klangteppich auslegt der durch die gewagten Improvisationen und die gelungene musikalische Kommunikation der "Vier" einnimmt.

Weiches bis röhrendes Sax, fordernde Trompete, Drums die kräftige Beats unterlegen, alles ergänzt von einer schiebenden, klangmalenden Hammond die für's "Runde" sorgt.
Die Vier Jungs, die ihre musikalische Ausbildung in der Schweiz an der "Swiss Jazz School" und in Los Angeles und am "Berkley College of Music" genossen haben, sind allesamt Könner, die sowohl zahlreiche Veröffentlichungen, als auch Konzerte in aller Welt in ihrer musikalischen Karriere vereinigen können; das merkt man der CD "Wabash" an. Professionelles Zusammenspiel; bisweilen witzig und erheiternd, hier passt die künstlerische Stimmung, die sich in Solo-, Duo- und Triokonstellationen darstellt.

Zum größten Teil von den Bandmitgliedern selber komponiert, klingt hier von Gospelelementen in Daniel Wootlis "Ghost-Bell", zum Latin-Tinge Pat Methenys in Alex Hendriksens "Just Like History" bis zum Hardbob Horace Silvers in Stewy von Wattenwhyls "Recovery" eine Vielfalt an, die sich hören lassen kann.

Für die Fans von entspanntem Jazz, der sich immer wieder von klassischen Elementen zu lösen versteht, ein Genuss. Ein liebevoll und witzig gestaltetes Cover mit gelungenen Zeichnungen ergänzt das Ganze auf's Beste.


Tracks

01. Wabash 5:47
02. Burner's Waltz 5:41
03. Ghost_bell 4:17
04. Purple Gazelle 5:22
05. For My Angels 4:42
06. No Problem 4:23
07. Lenny 4:29
08. Amsterdam After Dark 4:37
09. Away From Home 3:19
10. Recovery 4:49
11. Just Like History 4:13
12. Indian Summer Song 4:31

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