Knorkator im Musikzentrum Hannover (23.10.2008)
KONZERTBERICHT

Knorkator im Musikzentrum Hannover (23.10.2008)

5 Spinner mit dem Zusatztitel „die Meiste Band der Welt“, vermutlich bezogen auf ihre Absurdität. Der Name: eine Verbindung aus dem Wort Knorke und Ator dem Nachnamen des Keyboarders. Besonders ihre Skurrilen und sehr angesagten Live Auftritte geniessen einen Guten Ruf. Entdeckt wurden Sie von Rodrigo González welcher auch ihr erstes Album produzierte, daher wahrscheinlich der zu Titel der Band.

Ein Ausverkaufes Konzert, das letzte in Hannover denn "Weg nach unten" ist die Abschiedstour von Knorkator, heute Abend im Musikzentrum. Es ist brechend voll, eine merkwürdige Mischung an eher alten Tracks macht die Aufbaumusik aus, die Vorfreude auf ein krankes Konzert schwebt in der Luft. Endlich ist es soweit Knorkator kommt unter großen Applaus auf die Bühne. Alf Ator und Stumpen in Seiden Tüll Kostümen herausgeputzt sehen aus wie irgendetwas mutiertes aus der Sesamstrasse. Den einstieg macht "Ich laß mich Klonen". Zahlreiche schonungslose Aktionen zwischen den Tracks machen einen guten Teil des Knorkator Feelings aus. Ein auf die Bühne geworfener pullover wird an Achseln gerubnelt, Bier wird ausgegeben und groß zelebrierte Bierduschen machen das sehenswerte Zwischenprogramm aus. Das Publikum ist voll dabei, von Anfang an! Ator spielt seine Trommeln mit Klobürsten, die Klamotten von Stumpen fallen zu Boden und zeigen mehr als manche von Stumpen sehen will.

Mittendrin wird ein Punker auf die Bühne geholt, seine Frisur und Outfit beschimpft, danach schmeissen sie ihn zum Stagediven in die Menge
Das Publikum kommt stets auf seine Kosten. Das schließt auch Schreitrainings ein bei welchen dann Experimentell festgehalten wird das man "Fotze" viel besser und lauter schreien kann als "Schwein". Das man diese Ausrufe auch in opernartigem Tenorklang schreien kann führt Alf Ator gern vor. Dies alles unterbrochen von ständigen Beleidigungen des Publikums , was natürlich steht's erwiedert wird.
Ein Huckepack Poger Contest wird gegen Mitte des Konzerts ausgerufen. Auch Spektakuläre Aktionen wie ein Sprung von der Traverse in etwa 3 Meter höhe ins Publikum sind kein ding.

Gegen ende zerschlägt Alf seine Orgel und Stumpen verlangt Geld für Zugabe da sie nach 90 min Auftritt eine Strafe zahlen müsten. Als Antwort für diese Dreistigkeit wird er mit Münzen beworfen welche ihn auch an Empfindlichen Stellen Treffen, kommentiert vom grölen des Publikums. Da bringen auch Beschwerden nichts mein verdiene nix mit der Band. Schliesslich werden noch 4 zugaben gespielt, dann ist es vorbei. Schade den es war ein super Konzert


Fotos: Martin Kubsda Bericht: Martin Kubsda 23.10.2008

track4 - Rezension zu KNORKATOR - WEG NACH UNTEN DVD
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